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Unter obiger Überschrift meldete die OZ vom 14. Oktober etwas irreführend, weil - es geht nicht um einen Kirchenschatz, sondern um eine Schatzkirche! - Egal wie herum, der Besuch lohnt sich in jedem Falle!

Ahrenshagen. Die Kirche Ahrenshagen birgt mit ihren mittelalterlichen Gewölbemalereien im Chor einen wahren Schatz. Sie stamnen aus dem Jahre 1325 und zählen zu den qualitätsvollsten ihrer Art in Mecklenburg-Vorpomnern. Sie wurden im Zuge der Renovierung der Kirche 1967 entdeckt und 1968 freigelegt.
Die Gemälde werden einer Werkstatt zugeschrieben, die in der Nikolaikirche zu Stralsund eine Kreuzigungsgruppe gemalt hatte, erläutert Michael Reimer, der bis 1990 als Pastor in Ahrenshagen wirkte.
Die Kreuzigungsgruppe der Stralsunder Nikolaikirche gilt als herausragendes Beispiel gotischer Monumentalmalerei in Deutschland. Sie weist allerdings große Schäden auf und ist nicht mehr als komplettes Original erhalten.
Die Ahrenshäger Malerei hingegen geht nicht nur vom Umfang über die Stralsunder Kreuzigungsgruppe weit hinaus, sie ist auch in ihrer original mittelalterlichen Fassung fast komplett erhalten. Doch sie ist gefährdet. Der Grund: Über dem Gewölbe wurde zu DDR-Zeiten im Zuge von Sanierungsarbeiten ein Stahlbetonmantel aufgebracht, erzählt Michael Reinier. Viele Tonnen zusätzliche Last drücken seitdem auf die Wände. Es bildeten sich haarfeine Risse. Dabei blieb es zunächst. Michael Reimer beobachtete sie in den folgenden Jahren sehr intensiv und brachte 1988 zur besseren Überprüfung auch Gipsbrücken an.
Als dann Anfang der 90er Jahre die am Gotteshaus vorbeiführende Straße neu gebaut wurde, wurden die Risse immer länger und auch deutlich breiter. Und mittlerweile haben die Risse jetzt auch die Gewölbemalerei erreicht. Es war klar, dass Notsicherungssarbeiten erforderlich sind. Diese haben jetzt begonnen. Die Mittel stellen das Land, und die Landeskirche bereit.
Michael Renner und der jetzige Pastor Klaus-Christian Hirte führen die Verbreiterung der Risse auf die Schwingungen zurück, die von der aus groben Granitsteinpflaster bestehenden Straße ausgehen. "Zudem wird auch viel zu schnell auf der Straße gefahren. Besonders bei schweren Fahrzeugen ist das ein großes Problem", so Hirte. Er und weitere Anwohner fordern deshalb eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h und sogenannte schlafende Polizisten. Das wäre gut für .die Kirche und für die Sicherheit von Fußgängern, vor allem für die Sicherheit der Kinder, so Hirte.
Wie sehr das Kirchengebäude in Bewegung ist, zeige die Tatsache, dass sich die beiden Außenwände des Chores förmlich nach außen drehen, erläutert Rolf Günther. Er begleitet als Architekt die Notsicherungsarbeiten. Dazu gehört das Setzen sogenannter Spannstäbe, die die enormen Schubkräfte, die auf die Wände einwirken, auffangen sollen. Damit beauftragt worden, sei die Firma Rehaag, erläutert Rolf Günther weiter. Sie ist auch damit beauftragt worden, durch Mörtelverpressung die Risse in den Außenwänden zu schließen. Die Beseitigung des Risse im Inneren der Kirche übernimmt Restaurator Peter Wagner.
"Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden", so Rolf Günther.
![]() Tiefe Risse durchziehen die Außenwände des Kirchenchores. | ![]() Das Baugerüst zeigt es an: Die Notsicherungsarbeiten an der Ahrenshäger Kirche haben begonnen. |
Die Ostseezeitung vermeldete:
Fenster, Fugen und Gestühl erneuert -das Tribohmer Gotteshaus ist wieder in Schuss. Eine Uhr soll noch installiert werden.Von MICHAEL SCHISSLER
Tribohm. Die Freude ist Pastor Klaus-Christian Hirte anzusehen: Die Tribohmer werden in einer schmucken Kirche ihren Weihnachtsgottesdienst feiern können. Vielleicht fehlt dann noch das ei- ne oder andere Detail, aber grund- sätzlich ist das Gebäude saniert. "Derzeit lassen wir die Fenster erneuern, die ersten sind bereits eingesetzt, die weiteren werden folgen", sagte der Pastor. Die Empore und das Gestühl sind frisch ge- strichen - und eingekürzt worden "damit es nicht an die Wände kommt, die werden so besser durchlüftet",erläuterte Klaus-Christian Hirte.
90 000 Euro sind in diesen neuen Bauabschnitt geflossen. Insgesamt hat die Kirchensanierung in Tribohm 1,2 Millionen Euro gekostet, "und alle großen Stiftungen der Bundesrepublik Deutschland waren daran beteiligt". Die Aus- gab ehat sich gelohnt: "Die Kirche ist 800 Jahre alt und nun für die nächsten 800 Jahre saniert", ist Pastor Hirte überzeugt. Demnächst soll noch ein Uhrwerk installiert werden, "das einen Glockenschlag hat", so Hirte. Es hat sich ein Spender gefunden, der diese Anschaffung finanzieren will. "Die alte Uhr aus dem Jahre 1650, die nur einen Stundenzei- ger hatte, soll in einen Glaskasten kommen und ausgestellt werden", schilderte Hirte seine Pläne. Bei dem neuen Uhrwerk wird ein Schlagwerk die Stunde läuten. Das alte Ziffernblatt am Turm der Tribohmer Kirche ist noch erhalten und soll auch genutzt werden.
Ums Läuten ging es auch bereits Anfang der Woche, da waren nämlich Monteure in der Kirche in Pantlitz unterwegs, um ein Läutwerk zu installieren. "Das hat uns bei Beerdigungen immer gefehlt", sagte Pastor Hirte, nun habe man dafür gleichfalls eine Spende bekommen.
Wenn jetzt die Kirche in Tribohm in einem neuen Glanz erstrahlt, dann will Pastor Hirte dafür sorgen, dass die drei ältesten Kirchen, nämlich Tribohm, Pantlitz und Semlow in einer Rundwandderroute zusammengefasst und so auch den Touristen präsentiert werden. "Wir haben gute Erfahrungen mit Pantlitz als Radfahrerkirche gemacht", sagte Klaus-Christian Hirte.
Unterdessen ist die Notsicherung des Chorraumes in der Ahrenshäger Kirche abgesch1ossen worden. "Die Gerüste sind nun abgebaut worden. Die Chormauem werden mit Edelstahlstreben zusammengehalten." Zuvor waren die Risse mit Muschelkalk gefüllt worden. Ab Montag soll ein Restaurator die wertvollen Malereien im Chorraum sichern.

Mathias Heitmann, Glockenmonteur aus Grimmen, installiert in der Pantlitzer Kirche das Läutewerk.

Rosemarie Kietzmann serviert den Gästen der Radfahrerkirche gern Kaffee und Kuchen.
Pantlitz. Rosemarie Kietzmann und Margitta Niemann haben so ihre Erfahrungen gemacht, nachdem sie im dritten Jahr die Radfahrerkirche in Pantlitz betreuen. "In den vergangenen Jahren ist es nach und nach immer mehr geworden", sagt Rosemarie Kietzmann, die gemeinsam mit Margitta Niemann nun wieder Radlern und Wanderern auf ihrem Weg durch das Küstenvorland gerne Kaffee und Kuchen serviert. Die Touristen suchen solche ruhigen Orte wie Pantlitz, um hier ein wenig die Seele baumeln zu lassen. Einige sehen sich die Kirche an, andere wollen nur verweilen und sich die Umgebung anschauen", sagt Kietzmann.
Selbstverständlich interessiert die Gäste auch der slawische Burgwall. "Dennoch", so sagt Pastor Klaus-Christian Hirte, "wir könnten schon ein Hinweisschild an der Straßen nach Ahrenshagen brauchen, um mehr Gäste hier in die Kirche zu locken."
Denn mit der Zahl von etwa 2000 Gästen, die in der Zeit von Pfingsten bis Ende September die mit dem restaurierten Patronatsanbau versehene Kirche besuchen, will sich der Pastor noch nicht zufrieden geben. Gerade in den Kirchen sieht er für das Küstenvorland eine Chance, Bekanntheit und Attraktivität zu steigern. Deshalb wünscht sich Hirte, dass ihm die Verwaltung hilfreich und unbürokratisch zur Seite steht, wenn es darum geht, ein Schild, das auch auf eine Bewirtung hinweist, aufstellen zu können.
An der Kirche selbst soll nun die Restaurierung fortgesetzt werden. Klaus-Christian Hirte mörhte die Fenster im Chorbereich ersetzen lassen. Bei der Lokalen Aktiongruppe ist der Antrag dafür gestellt. 15 000 Euro wird diese Investition kosten.

Ahrenshagen, Langenhanshagen. Die riesige farbige Fläche eines Rapsfeldes, absolut heftig in der Farbe und gewaltig. Der tiefblaue Himmel über einer Graslandschaft. Oder das weite bestellte Feld zwischen zwei nur wenig angedeuteten Ortschaften. Großflächig und äußerst intensiv in starken Farben sind die Bilder von Susanne Hirte. Wobei sich in ihnen eine tiefe Verbundenheit der Malerin zur Schönheit der norddeutschm Landschaft zeigt. Dabei bekennt Susanne Hirte, dass sie eine Weile gebraucht habe, um diese Schönheit in ihren sehr intensiven Farben zu erkennen.
"Zu sehen, dase diese weite Fläche in sich eben nicht langweilig ist. Einen derartig tiefen Blick hat man sonst eher selten. Der Himmel scheint einem hier so nahe zu sein", sagt sie. Oft habe sie das Gefühl, als wurde der Himmel direkt auf die Erde fallen. Und das zeigen auch ihre Bilder. Einen weiten überaus großen Himmel, der auf den Feldern oder Wiesen geradezu aufliegt. Grelle farbige Flächen, die gegeneinander stehen. Susanne Hirte sagt von sich selbst, sie male im Grunde immer das, was sie auch sehe.
Menschen sind, wenn überhaupt, um schemenhaft angedeutet. Sie möchte niemandem zu nahe treten, so die Malerin. Viel eher tauchen Tiere in ihren Bildern auf. Aber auch um diese zu erkennen, muss man schon genauer hinsehen. Wobei Susannne Hirte oft den Fuchs malt.
Auf einer ganzen Reihe von Bildern ist er zu sehen, so als ob er durch diese Bilder führen würde. Der Malerin gilt der Fuchs als Schlaumeier, als Fiffikus. "Ich habe selbst einen Fuchs bei mir im Garten und immer das Gefühl, er sieht uns, auch wenn wir ihn nicht sehen", sagt sie. Die Bremer Stadtmusikantentauchen ebenfalls vereinzelt auf. Für Susanne Hirte, die mit ihrer Familie vor Jahren nach Ahrenshagen zog, ein Symbol für Leute, die von zu Hause weggehen müssen und es schaffen, sich eine neue Existenz aufzubauen.
"Zudem stehen diese vier Tiere ab dem Moment, wo sie sich als Ganzes gefunden haben, für den ganzen Körper Es ist nahezu so, als ob der Mensch sich selbst gefunden habe. Den Gedanken finde ich schön", sagt sie. Wobei auch immer wieder ein weiteres Element in ihren Bildern einfach da ist. Nahezu überall ist ein Kirchlein drauf. Mal nur leicht angedeutet nur Rand, dann wieder direkt auf der Grenzlinie zwischen Himmel und Erde.
Kirchen gehören für Susanne Hirte zur hiesigen Landschaft dazu. "Es sind feste Punkte in der Landschaft. Schaut man einfach nur über ein Feld oder eine Wiese, sieht man am Horizont immer wieder den Turm irgendeiner Kirche", erklärt die Malerin. Auch andere christliche Symbole bringt sie hintergründig in ihre Bilder mit hinein. Da kommt bei mir wohl der Theologe manchmal durch", bekennt sie. Bevor Susanne Hirte Kunst und Religion an der Umversität in Greifswahl studierte, hatte sie ein Theologiestudium abgeschlossen. Zun ersten Mal werden jetzt Bilder von ihr in der Öffentlichkeit gezeigt.
Am Samstag, dem 5. Juli, um 18 Uhr wird ihre Ausstellung in der Kirche von Langenhanshagen eröffnet. Ihre Freundin und Malerin aus Leipzig, Elena Kozlova, mit ihr studierte Susanne Hirte zusammen in Greifswald, hält die Laudatio. Eis zum 19. Juli sind ihre Bilder in der Kirche zu sehen. Während dieser Zeit wird Susanne Hirte jeden Tag von 10 Uhr bis 16 Uhr vor Ort sein und im Licht, das durch die Fenster des Gotteshauses ins Innere fällt, arbeiten.


Hans-Ulrich Streuffert von einer Pantlitzer Baufirma ist gerade mit Kollegen dabei, die Giebel in der Kirche in Tribohm zu verfugen. Wenn diese Arbeiten beendet sind, ist die Verfugung komplett. Bislang ist etwa eine Million Euro in die Sanierung geflossen. Im Innenbereich wird derzeit am Patronatgestühl gearbeitet.
Zum Beitrag "Notsicherung für Gewölbe" (OZ v. 5.6.) schreibt Michael Reimer aus Ahrenshagen:
Der kurze Artikel erweckt den falschen Eindruck, dass das Gewölbe in der Kirche von Ahrenshagen gesichert werden muss. Vielmehr geht es um eine Sicherung der Wände, auf denen das Gewölbe ruht. 1967 wurden durch den Kirchenmaler Lothar Mannewitz bei Renovierungsarbeiten in der Kirche am Gewölbe mittelalterliche Malereien entdeckt. Deren Freilegung 1968 brachte einerseits in bezug auf die Ausmalung eine sensationelle Überraschung. Andererseits wurden dabei mehr Schäden an der Gewölbestruktur gefunden als zunächst augenscheinlich zu erkennen waren.
Hinsichtlich der Malerei wurde nicht nur eine komplette, vorwiegend figürliche und immer wieder Maria darstellende Farbfassung am Gewölbe festgestellt. Die Untersuchung der Wände selbst ergab jedoch keine mittelalterliche Bemalung. Der damals zuständige Denkmalpfleger, Hauptkonservator Dr. Gerd Baier aus Schwerin, urteilte, "daß die Malerei noch vor der Mitte des 14. Jahrhunderts ... entstanden sein muß und ... zu den qualitätsvollsten mittelalterlichen Wandmalereien gehört, die wir in unserm Gebiet besitzen." An anderer Stelle schrieb Dr. Baier, dass die Ahrenshäger Malerei vermutlich vom Maler der Kreuzigungsgruppe in der Stralsunder Nikolaikirche stammt.
Von dieser Malerei in Stralsund, die "um 1335" datiert wird, heißt es, dass sie "zu den herausragenden Beispielen gotischer Monumentalmalerei in Deutschland" gehört. Wie wir kürzlich in der Presse lesen konnten, weist sie nicht nur starke Schäden auf, sondern ist auch durch eine Erneuerung im Jahr 1909 nicht mehr als komplettes Original vorhanden. In Ahrenshagen geht die Malerei dagegen nicht nur vom Umfang her weit über die Stralsunder Kreuzigungsgruppe hinaus, sondern hier ist auch die mittelalterliche Originalfassung bis auf kleinere Putzschäden weithin erhalten.
Seinerzeit waren die staatlichen Organe der DDR erst nach neun Jahren bereit, eine Stralsunder Spezialfirma, die in der ganzen DDR historische Gewölbe saniert hatte, in Ahrenshagen arbeiten zu lassen. Dabei wurde nach den Vorgaben eines Statikers für historische Gebäude (Dipl.-Ing. Preiss), der auch heute noch Anerkennung findet, gearbeitet. Durch teilweise auf dem Gewölbe aufgebrachten Stahlbeton wurde eine Einsturzgefahr des Gewölbes oder von Teilen desselben behoben. Infolge der durch den aufgebrachten Stahlbeton vergrößerten Last auf den Wänden zeigten sich bald haarfeine Risse, deren Beobachtung durch Aufbringung von Gipsbrücken 1988 intensiviert wurde. Bis 1993/94 zeigte sich, nach Beobachtung des Verfassers, jedoch keine Veränderung. Zunehmende Verbreiterungen der Risse und Verschiebungen der Wände setzten dann jedoch ein und nehmen inzwischen beängstigende Formen an.
Der Verfasser sieht als Hauptursache dafür den Anfang der 1990er-Jahre durchgeführten Neubau der Straße und den stark zugenommenen Verkehr, auch mit schweren Fahrzeugen, an: nicht nur, dass der Straßenunterbau auf dem lehmigen Untergrund wie eine Platte die Umgebung in Schwingungen versetzt, sondern dass auch das nicht gerade von Könnern verlegte grobe Granitsteinpflaster die Erschütterungen noch steigert.
Die Kirchengemeinde Ahrenshagen setzte und setzt ihre Möglichkeiten zur Erhaltung dieses Kulturdenkmals mit seinen mehr als nur bedeutsamen Malereien ein. Das kann aber nicht nur Aufgabe der Kirchengemeinde sein: Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe und damit auch eine dringende Aufgabe der Kommune. Dazu gehört meines Erachtens zunächst eine kontrollierte Sperrung der Straße für den Durchgangsverkehr, vor allem für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen, und eine auch kontrollierte Geschwindigkeitsbegrenzung für alle anderen Fahrzeuge als erste Schritte.
Der zweite nötige Schritt wäre die Beseitigung des Pflasters und Ersetzung der Oberfläche durch eine Bitumenschicht.
Lüdershagen. Die Vogelhochzeit" als Musical ist in der Kindertagesstätte von Lüdershagen zu sehen. Seit einigen Wochen proben die Jungen und Mädchen emsig für den großen Auftritt.
Nicht nur, dass sie mit der Leiterin der Kindertagesstätte Susanne Rohde die Lieder einstudieren, auch Kostüme und Requisiten stellen die Kinder mit ihren Erzieherinnen selbst her. Und damit es auch eine richtige Vogelhochzeit wird, bastelten die Lütten große und kleine Vogeleier.
Ihnen zur Seite stand dabei mit Tapetenkleister, Luftballons, einer endlos langen Packpapierrolle und jeder Menge Draht Gregor Siems, Vater von Merle und Edgar. "Der Höhepunkt der Vogelhochzeit wird der Moment sein, wenn aus dem großen Ei dann das kleine Kücken schlüpft", erklärt Susanne Rohde. Beim Musical werden allen Kinder - von der Krippe bis zur Vorschule mitmachen. Neben den Liedern wird auch viel getanzt. "Kinder lieben es einfach, aktiv und in Bewegung zu sein. Das Musical ist der musikalische Höhepunkt in unserer Einrichtung, in der seit einiger Zeit die musikalische Früherziehung irn Mittelpunkt der Arbeit steht", sagt Kita-Leiterin Susanne Rohde.
Zur Aufführung der "Vogelhochzeit" am 27. Juni um 14.30 Uhr sind alle Vatis und Muttis, Omas und Opas der Kinder sowie alle Einwohner der Gemeinde Lüdershagen und des Amtsbereiches und darüber hinaus eingeladen, in die Kindertagesstätte zu kommen. Es wird zugleich ein Sommerfest mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Die Kinder der Kita Lüdershagen bereiten sich auf die Aufführung des Musicals "Die Vogelhochzeit" vor.
Das Erzieherteam um Leiterin Susanne Rohde wird über das Haus berichten und Einblicke in die pädagogische Arbeit vor Ort geben. Gern stehen sie Interessierten ab 14 Uhr den ganzen Nachmittag für Fragen, Informationen und Auskünfte zur Verfügung.
Zur Umrahmung gibt es nach dem Musical um 15 Uhr eine Aufführung der Line-Dance-Gruppe aus Barth und daran schließen sich um 15.30 Uhr das Stabpuppenspiel Lindi Lindwurm, um 16 Uhr eine Kindermodenschau und um 17 Uhr eine Kindertombola an. Zur Stärkung für zwischendurch gibt es Kaffee und selbst gebackenen Kuchen sowie Gegrilltes.
Am 20. Juni fand in der Pantlitzer Kirche wieder das traditionelle Burgwallsingen statt. (Für Uneingeweihte, es singt dort kein Burgwall, sondern es zeigen mehrere Chöre, was sie so können!).
Es berichtete die Ostseezeitung:

Die Kirche in Pantlitz ist Veranstaltungsort für das Burgwallsingen. Sie war aus diesem Anlass auch diesmal ein beliebter Ausflugsort. Für die Chöre bietet das teilweise sanierte Gotteshaus eine Kulisse mit besonderer Ausstarhlung.
Notwendige Anmerkung zum Zustand der Kirche: Die Kirche ist fast vollständig saniert. Letzte goße Wunden stellen die Fenster dar, für deren Reparatur die Kollekten des Burgwallsingens dienen sollen.
Die Ostseezeitung berichtete am 16. Januar 2009 das Folgende:
Die Sanierung der Kirchen in Pantlitz und Tribohm hat gute Fortschritte gemacht. Pastor Klaus-Christian Hirte ist vorerst zufrieden.
Von MICHAEL SCHISSLER
Ahrenshagen. Rund zehn Jahre ist es her, als die evangelische Kirchengemeinde mit der Sanierung der Feldsteinkirche im Ortsteil Tribohm begonnen hat. "In diesem Jahr werden wir die Sanierung abschließen können", sagte gestern Pastor Klaus-Christian Hirte. Er habe zwar Fördermittel aus dem Programm zur Entwicklung Ländlicher Räume beantragt, "aber die werden wir nun gar nicht verwenden müssen. Wir haben ausreichend Eigenmittel und Spenden sowie Stiftungsgelder bekommen, um die Restauration der Innenwände abschließen zu können." Dass die Sanierung in Tribohm einen solchen schnellen Abschluss findet, liegt auch daran, dass ein Restauratorenehepaar von der Insel Rügen ein besonders günstiges Angebot gemacht hat, "dass es uns ermöglicht, nun den Rest selbst bezahlen zu können". Am liebsten wäre es Klaus-Christian Hirte, wenn die Einweihung zwischen Ostern und Pfingsten mit dem Bischof begangen werden könnte.
Als eine der jüngsten Maßnahmen war die Außenverfugung des Kirchenschiffes erledigt worden. "Das hat die Firma Schmidt-Bau aus Pantlitz gut gemacht", freute sich Hirte. Bei einem Konzert des Deutschlandfunks seien insgesamt 3900 Euro an Spenden und an Nutzungsgebühren des Senders zusammengekommen, die auch für die Sanierung eingesetzt werden können. Das ist eine enorme Summe, wenn man bedenkt, dass nur 140 Gäste in der Kirche beim Konzert Platz gefunden hatten. Wegen des klassischen Konzertes landen nun ziemlich viele Anfragen im Pfarrhaus in Ahrenshagen. "Es wird um Mitschnitte gebeten, die wir auch gern versenden", sagte Hirte. Die Veranstaltung sei für die Kirche in Tribohm eine gute Werbung gewesen. Insgesamt werden nach dem Abschluss der Arbeiten 1,2 Millionen Euro in die Renovierung der Feldsteinkirche geflossen sein.
Im Rampenlicht der Öffentlichkeit wird demnächst auch die Kirche in Pantlitz stehen. Sie soll beim Deutschen Evangelischen Kirchentag Mitte Mai in Bremen vorgestellt werden. "Das werden wir nicht nur mit Bildern und Flyern machen, sondern Sybille Dally wird die Radfahrerkirche und die Restaurierung den Gästen des Kirchentages präsentieren", sagte Hirte. Unterdessen gibt es aber auch Sorgen mit der Kirche, die demnächst wohl eine besondere Bedeutung haben wird, wenn die Recknitzquerung als Radler- und Wandererbrücke gebaut wird. "Die Fensterscheiben haben dort richtig große Löcher", sagte der Pastor Die Vögel fliegen bereits in das Kirchenschiff. "Aber es ist ausgesprochen teuer, die großen Glasscheiben ersetzen zu lassen." Dieses Problems und der zerstörten Scheiben in der Schlemminer Kirche wird sich der Pastor nun annehmen.

Die Kirche in Schlemmin soll neue Fenster bekommen, eine Spenderin hat bereits Hilfe angeboten.
Aus der Ostseezeitung,
Barth und Umgebung 10./11.Januar 2009:
Die Kenntnisse über Uhrwerke hat sich der der 29-jährige Martin Manzey selbst beigebracht. Sein größter Wunsch: Einmal zu "Big Ben".
Von VOLKER STEPHAN
Lüdershagen. Ein außergewöhnliches Hobby pflegt Antiquitätenhändler Martin Manzey - neben der Reparatur antiker Wohnraumuhren widmet er sich der Instandsetzung und Pflege historischer Kirchturmuhren. "Mit Uhren beschäftige ich mich seit meinem elften Lebensjahr", so der gebürtige Stralsunder, der seit zehn Jahren in Lüdershagen zu Hause ist. "Ich begann mit dem Zerlegen und Zusammensetzen einer Spielzeuguhr. Mit den Jahren wurden meine selbst gestellten Aufgaben immer anspruchsvoller." Hilfe habe er dabei kaum in Anspruch genommen, sondern sich seine Kenntnisse autodidaktisch aggeeignet. Statt aber nach der Schulzeit eine Ausbildung zum Uhrmacher zu absolvieren, wurde er mangels eiher geeigneten Lehrstelle Koch. Dieser Beruf lag dem 29-jährigen jedoch überhaupt nicht.
Als er auf dem Barther Friedhof seinen Zivildienst ableistete, erzählte ihm der damalige Kirchenhandwerker Friedhelm Wichering von der Barther Kirchturmuhr. Aus Interesse kletterte er mit auf den Turm, sah sich das Uhrwerk an und war fasziniert. Später baute er das Gangwerk für eine gründliche Reinigung aus. "In den Vorjahren war jedes Mal, wenn es klemmte, Öl drüber gegossen worden. Mittlerweile ähnelte es deshalb einer Fritteuse. Zu viel Öl schadet aber, weil es verharzt und sich mit dem Mehl der Holzwürmer zu einer schleifpastenartigen Masse verbindet", berichtet der Enthusiast. Solch eine Masse hatte die Gangwerkslager im Laufe der Jahre bereits oval geschliffen. "Nach einer Woche war ich mit der Reinigung durch. Seitdem läuft die Barther Uhr zuverlässig, bekommt zweimal jährlich etwas Öl und muss wegen der Temperaturschwankungen gelegentlich korrigiert werden."

Dieses Zuggewicht stürzte im vergangenen Jahr ab und durchbrach den Holzboden der Lüdershäger Kirche.
Parallel und in ähnlicher Weise kümmerte sich Martin Manzey damals auch um die Kenzer Turmuhr. Als im März des vergangenen Jahres das Schlagwerksseil der Lüdershäger Turmuhr riss, brach das zwei Zentner schwere Gewicht durch den hölzernen Zwischenboden. Nach einer Besichtigung entschloss sich Gemeindemitglied Manzey, die Gelegenheit zu nutzen und die Seilreparatur mit einer Generalüberholung zu verbinden. "Wir - dazu zählten auch meine Helfer Friedhelm Wichering und Reinhard Bokemeyer - stiegen mindestens 30 Mal auf den Turm. Dort zerlegten wir das Uhrwerk in seine Teile, reinigten und konservierten diese und setzten schließlich alles wieder zusammen." Doch wollte der überdimensionale Zeitmesser, der über Kardanwellen die Zeiger dreier Zifferblätter antreibt, immer noch nicht laufen. Um ihn zum Funktioniern zu bringen, mussten auch noch die ausgeschlagenen Lager der Umlenkrollen des Gangwerksseils aus(ge)wechselt werden. Die gleiche Prozedur steht den Umlenkrollen des Schlagwerksseils im Frühjahr bevor.
Leider ließen Souvenirjäger irgendwann das Typenschi1d mit Herstellungsdaten mitgehen. "Aus einer alten Rechnung wissen wir wenigstens, dass die Uhr anlässlich des Turmumbaus 1912 vom Barther Uhrmacher Otto Siebert geliefert wurde", weiß Manzey zu berichten.
Sein größter Wunsch wäre eine Besichtigung der Uhr von "Big Ben". Leider gebe es solche Führungen nicht. Ein Abstecher zur Turmuhr der Stralsunder Nikolaikirche würde ihm daher fürs Erste reichen.

Wöchentlich zieht Martin Manzey mit der Handkurbel das Gang- und das Schlagwerk der Uhr in Lüdershagen auf.

Mit dem Fahrrad dürfte die Kirche in Pantlitz im Moment schwer erreichbar sein, zumal es dorthin auch ziemlich steil hinauf geht. Dennoch ist die Dorfkirche in der Gemeinde Ahrenshagen-Daskow einen Ausflug wert. Und bald noch mehr. In der unmittelbaren Nähe des Gotteshauses soll die Recknitzquerung gebaut werden. Nach den Vorstellungen der Kommunalpolitiker und Tourismusfachleute sollen Wanderer und Radler über diese Brücke schnell nach Marlow kommen. Dann wird die Radfahrerkirche noch mehr an Bedeutung gewinnen.
Für Leute von weiter weg:
Der aller-aller-wichtigste und aller-aller-erfreulichste Satz überhaupt's lautet: "In der unmittelbaren Nähe des Gotteshauses soll die Recknitzquerung gebaut werden." Schnee gibt es in Pantlitz schon öfter mal!
Die Jahreslosung 2009: "Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich." Jesus hat diesen Satz gesagt. So jedenfalls lässt es sich bei Lukas 18,27 nachlesen. Vorausgegangen war die Begegnung mit einem Mann, der viele Güter hatte. Er war auf Jesus zugegangen und hatte ihn gefragt: "Guter Meister, was muss ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?" Jesus erinnert ihn zunächst an die Zehn Gebote. Als der reiche Mann sagte, dass er die Gebote von Jugend auf gehalten hat, sagt Jesus zu ihm: "Es fehlt dir noch eines. Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben." Das Halten der Regeln ist das eine, die wahre Hingabe aber noch mehr. Darauf kommt es an, sagt Jesus: Alles, allen Besitz, das ganze Leben in den Dienst der Nachfolge zu stellen. Und als der Mann dies hört, da wurde er sehr traurig, denn er war sehr reich. Jesus sieht seine Traurigkeit und sagt zu ihm: "Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt." Ein Satz der zum Sprichwort geworden ist. Kennt jeder. Den Spruch vom Kamel und dem Nadelöhr. Und es leuchtet auch jedem ein, dass es kein Kamel gibt, dass durch die kleine Öffnung einer Nadel geht - unmöglich! Und die dieses Wort von Jesus gehört haben, reagieren entsetzt und sagen: Und wer kann dann gerettet werden? Und Jesus sagt zu ihnen: "Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich." Die Fähigkeiten Gottes werden hier also unseren menschlichen Begrenztheiten gegenübergestellt. Als Warnung vor Gier und Maßlosigkeit. Das sind ja seit Papst Gregor dem Großen zwei der sieben Todsünden gula die Unmäßigkeit oder Maßlosigkeit und avaritia die Habgier.
Und so wirkt die Jahreslosung wie ein Kommentar zu den Fragen, die viele Gespräche in den letzten Wochen bestimmt haben. Wie wird es weitergehen mit Wirtschaft und Wohlstand, mit Arbeitsplatz und Zukunftssicherung? Die krisenhaften Entwicklungen stellen uns vor die Frage, worauf es im Leben letztlich ankommt: auf Gott oder auf das Geld. Hinter uns liegt eine Zeit, in der noch einmal das "Evangelium des Reichtums" aufleuchtete, da gibt es die ungehemmte Gier vieler auf schnellen Gewinn. Die Toyota Werbung: "Nichts ist unmöglich"- ist geradezu zu einem Motto dieser Zeit geworden. Das glich einem Adlerflug der Gier über einer ungeheuren Landschaft von Gewinnen. Und plötzlich der Absturz. Die Wirtschasft gerät ins Trudeln.
Und die nun schmerzhaft wachsende Einsicht: das Heil ruht nicht auf dem Geld. Wohlstand und Wohltaten sind zerbrechliche, vergängliche Güter. Wer sie bewahren will, darf sie gerade nicht zum letzten Wert machen. Wettbewerb, Wachstum und Gewinn sind wirtschaftliche Instrumente; eine verlässliche Lebensgewissheit stiften sie nicht.